Immobilienkauf in Freiburg und Baden-Württemberg

Kaufnebenkosten in Baden-Württemberg richtig planen

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Gesamtinvestition. Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Maklerkosten verändern den benötigten Finanzierungsrahmen deutlich.

Fachlich eingeordnet von Leo KoberStand: 28. August 2026 · Allgemeine Information

Wer die Nebenkosten erst kurz vor dem Notartermin berücksichtigt, muss häufig Eigenkapital oder Darlehenssumme neu ordnen. Deshalb gehören sie bereits in die erste Budgetplanung.

Grunderwerbsteuer: in Baden-Württemberg derzeit 5 Prozent

Beim steuerpflichtigen Grundstückserwerb beträgt der Steuersatz in Baden-Württemberg derzeit 5 Prozent. Ausgangspunkt ist grundsätzlich die steuerliche Gegenleistung; Besonderheiten und Ausnahmen können den Einzelfall verändern.

Bei einem angenommenen steuerpflichtigen Kaufpreis von 400.000 Euro wären das rechnerisch 20.000 Euro Grunderwerbsteuer. Diese vereinfachte Rechnung ersetzt keine steuerliche Prüfung.

Notar- und Grundbuchkosten hängen vom Vorgang ab

Immobilienkaufverträge müssen notariell beurkundet werden. Zusätzlich entstehen Kosten für Eintragungen und Änderungen im Grundbuch. Die Gebühren sind gesetzlich geregelt und richten sich unter anderem nach dem Geschäftswert und den tatsächlich erforderlichen Tätigkeiten.

Statt mit einem einzigen pauschalen Prozentsatz zu planen, sollte für das konkrete Vorhaben ein realistischer Kostenrahmen vorgesehen werden.

Maklerkosten sind nicht bei jedem Kauf gleich

Ob eine Maklercourtage anfällt und wie sie verteilt wird, hängt vom Objekt, dem Vertrag und den gesetzlichen Voraussetzungen ab. Sie sollte deshalb nur dann und in der tatsächlich vereinbarten Höhe in die Kalkulation aufgenommen werden.

Auch Kosten nach dem Kauf einplanen

Umzug, Renovierung, Modernisierung, Küche, Außenanlagen oder notwendige Rücklagen gehören nicht zu den klassischen Erwerbsnebenkosten, belasten aber denselben finanziellen Spielraum. Bei Eigentumswohnungen kommen laufendes Hausgeld und mögliche Sonderumlagen hinzu.

Ein tragbarer Finanzierungsrahmen lässt nach dem Kauf ausreichend Liquidität für Unvorhergesehenes.

Häufige Fragen

Kurz und verständlich beantwortet.

Kann ich Kaufnebenkosten mitfinanzieren?

Das hängt von Bonität, Beleihung, Eigenkapital und dem jeweiligen Kreditgeber ab. Eine Mitfinanzierung kann möglich sein, erhöht aber Darlehensbedarf und Risiko.

Sind Kaufnebenkosten verhandelbar?

Steuern sowie gesetzlich bestimmte Notar- und Grundbuchgebühren sind grundsätzlich nicht frei verhandelbar. Bei Maklerkosten und zusätzlichen Leistungen kommt es auf Vertrag und gesetzlichen Rahmen an.

Warum sollten Rücklagen getrennt betrachtet werden?

Eigenkapital, Kaufnebenkosten und Rücklagen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Wer das gesamte verfügbare Geld in den Kauf steckt, hat nach dem Eigentumsübergang möglicherweise keinen ausreichenden Puffer mehr.

Quellen und weiterführende Informationen